Lebendige Fotografie »

Gleich zwei Awards in der Kategorie MAGISCHE MOMENTE beim Braut Foto Award verliehen zu bekommen war ja schon etwas ganz Besonderes. Und dann? DER GESAMTSIEG aller Stimmen!!! Über 60% aller abgegebenen Stimmen kamen auf mein Bild von Sarah und ihrem Opa. Ich konnte es garnicht glauben, war einfach nur total dankbar und sprachlos und bin es auch jetzt noch. Der wunderbare Kurzfilm von Farina Kirmse am Ende dieses Beitrages hat die schönsten Szenen dieses Tages auf den Punkt gebracht – ich freue mich wenn ihr reinschaut! So ein schöner Moment! Und so eine Ehre! Denn gerade solche Bilder sind es, für die ich als Hochzeitsfotografin lebe.

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Seit über 7 Jahren darf ich Brautpaare nun begleiten und habe so einige Trends in der Hochzeitsbranche kommen und gehen sehen. Doch eines ist und bleibt für mich immer die Quintessenz von Hochzeitsfotografie: das Gefühl. Die Liebe. Die Verbindungen von Menschen als Künstler sichtbar zu machen. Darin sehe ich den wahren und unbezahlbaren Wert unserer Arbeit als Hochzeitsfotografen. Denn am Ende des Tages zählt nur, was wirklich bleibt: die Erinnerung an die Liebe in unserem Leben. Und dieser Tag bietet sich einfach wie kein anderer Tag dafür an, diese Erinnerungen einmal im Leben zu schaffen und sie für immer zu bewahren. Was ist uns das Wert? Mir persönlich eine Menge. Und ich war selbst eine Braut und weiß, was das bedeutet. Wenn ich heute darüber nachdenke, dass ich Fotografie erst vollkommen zu schätzen lernte, als ich sie zum ersten Mal brauchte, um mich an ein bestimmtes Gefühl zurückzuerinnern, dann merke ich, wie gewaltig die Bedeutung unserer Arbeit eigentlich ist. Wir tragen Verantwortung! Denn das einzige, was von diesem Tag bleibt sind Erinnerungen und die Liebe. Unsere Arbeit ist nicht nur für diesen Tag und das erste Jahr als Frischverheiratete von großer Bedeutung. Sie ist es bestenfalls für ein ganzes Leben. Die Arbeit eines Hochzeitsfotografen kann Menschen über Generationen hinweg an die Liebe in ihrem Leben erinnern. Denn an welchem anderen Tag kommen so viele Persönlichkeiten im Namen der Liebe zu einem so mit Freude aufgeladenen Kollektiv zusammen? Wenn sich dutzende Menschen an einem Ort versammeln, weil sie die Liebe feiern, dann ist das etwas Großartiges. Etwas Starkes. Etwas, das die unsichtbaren Bänder zwischen Freunden und Familienmitgliedern unglaublich stärken kann. Ganz gleich, wie Menschen heiraten, ob sie Pastellfarben lieben oder Bohokränze mögen, ob sie im Wald oder am Strand Ja zueinander sagen: das alles verblasst im Angesicht der wahren Bedeutung einer Hochzeit. Die wahre Bedeutung des Versprechens, füreinander da zu sein. In guten und in schlechten Tagen. Das Versprechen, den anderen zu tragen, zu ehren und zu ermutigen auf all seinen Wegen. Ihn nicht nur in schönen Kleidern zu lieben sondern auch dann, wenn er sich verändert. Füreinander zu kämpfen, einander Freude und Hoffnung zu schenken und nichts zuzulassen, was daran etwas ändern könnte. Ein wundervolles Versprechen in einer schnellebigen Welt. Dafür liebe ich meinen Beruf. Für mich persönlich ist es natürlich auch extrem schön, wenn das Fest des Brautpaares hübsch dekoriert ist und ich viele kreative Details fotografieren darf – da hüpft auch mein Herz vor Freude. Schöne Dinge sind schön, keine Frage. Doch am wichtigsten ist für mich mit Abstand die Bedeutung dieses Tages in Bildern komprimieren zu können. Das Flüchtige zu Ewigkeit werden zu lassen. Liebe sichtbar zu machen. Den kurzen Moment, in dem ein Opa vor Rührung die Fassung verliert oder eine Mama unter Tränen die Hand ihrer Tochter ergreift und sie für zwei kleine Sekunden ganz fest hält. Wenn die Geschwister der Braut den Bräutigam beim Tanzen auf ihre Schultern setzen und ihm alleine mit ihrer Freude sagen, dass sie ihn lieben, wie ihre eigene Schwester. Wenn der Bräutigam die Braut kurz liebevoll ansieht, ohne dass sie selbst es merkt oder wenn die Freunde sich am Glück der zweien hinter ihnen unendlich freuen und damit zeigen, dass sie immer für die beiden da sein werden. Wenn ein Vater seinen frischgebackenen Schwiegersohn fest umarmt und ihm das Vertrauen schenkt, auf sein kleines Mädchen aufzupassen. Wenn die Oma des Bräutigams kaum noch laufen kann aber diesen Tagen niemals verpassen würde und plötzlich mit wackelnden Knien vor ihrem Enkel steht und die Arme ausbreitet. So wie damals. Als er noch ein kleiner Junge war. Sie erinnert sich an diese Liebe und sie ist dankbar, sie erlebt zu haben. Das alles ist für mich so wertvoll und es ist der Grund, wieso ich als Fotografin gebucht werden möchte. Vor allem aber ist es wertvoll für die Menschen, die wir begleiten. Das ist ein Stück Familiengeschichte. Ich möchte nicht nur für schöne Fotos gebucht werden – auch. Ja. Mein Anspruch ist es immer schöne Bilder zu machen. Ich mag Ästhetik und ich liebe gutes Licht. Ich finde es sehr wichtig, dass man seine Bilder auch unter anderem gerne ansieht, weil man sie einfach unendlich schön findet. Aber noch mehr liebe ich Menschen. Ich liebe Menschen, die sich fallen lassen und mir ihre Geschichte erzählen. Die ihre Tränen nicht verbergen. Menschen, die vor meiner Kamera und mir vollkommen echt sein möchten. Dann entsteht etwas unheimlich Wertvolles. Etwas, dessen Wert man nur sehr persönlich beziffern kann. Dann entsteht ein Manifest der Liebe, das zwei Menschen und ihre Familie ein Leben lang begleiten kann. Dafür lebe ich als Mensch und als Fotografin. Für die Liebe. Für die Liebe zwischen Menschen.

Und ich hab so viel Liebe und Dankbarkeit in mir für all die wundervollen Menschen, die ich bei der Preisverleihung treffen durfte. So viel Liebe für euch hier, weil ihr mich immer unterstützt, meine Bilder anschaut und meine Texte lest! So viel Liebe für meine Brautpaare und so viel Liebe für die Fotografie in mir. Ich könnt im Dreieck tanzen und das mach ich jetzt auch.

XOXO,

Deine Hannah

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Vor zwei Wochen packte mich plötzlich so eine Stille. Ich dachte so oft, dass es schön wäre, wenn mein Dad sehen könnte wo ich jetzt stehe. Dass er so wunderbare Dinge, wie Awardverleihungen, unsere Hochzeit oder unseren Hausbau erleben könnte. Das alles ist so wichtig für mich, dass ich es so gerne mit ihm teilen möchte. Ich will ihn um Rat fragen. Ich will Stolz in seinen Augen sehen und ich will, dass er mich vor Fehlern bewahrt. All das, was man sich eben auch als erwachsenes Kind noch so wünscht. Denn egal wie groß du bist, das innere Kind in dir bleibt ein Leben lang klein und fühlt eben auf seine eigene Weise.

Vieles erinnert mich im November an das, was mir damals den Boden unter den Füßen weggerissen hat. Das ist auch der Grund wieso ich in dieser Zeit sehr ruhig bin. Mir fehlt manchmal die Energie nach einer Umarmung zu fragen, wenn die Gedanken in meinem Kopf irgendwie Achterbahn fahren. Kennst du das? Wenn du dich in deiner eigenen Stille verlierst. Dann sitze ich manchmal stundenlang da und schaue der Zeit beim Vorwärtsgehen zu. In meinem Kopf schreiben sich Texte über meine Gefühle wie von selbst. Als wäre da oben eine automatische Schreibmaschine verbaut. Und doch fehlt mir dann manchmal die Kraft, den Stift in die Hand zu nehmen und es aufzuschreiben. Es ist eine kreative Zeit, weil ich sie tief in meiner eigenen Seele fühle. Die Zeiger der Uhr drehen sich rastlos und ich spüre trotzdem sehr viel Stille in mir. Ein paradoxes Gefühl. Es ist die Zeit, in der die Tage dunkler werden. Und ich als echtes Sonnenkind komm dann schnell ins Grübeln.

Am vergangenen Samstag war es drei Jahre her, dass ich die bisher bedeutendste Erfahrung meines Lebens gemacht habe. Als mein Dad, mein bester Freund, von einem Moment auf den nächsten das Lebensschiff ohne Vorwarnung verlassen hat. Der Captain ist von Bord gegangen und die Besatzung schaut ratlos auf die Wellen, die sich immer höher türmen. Sie schlagen gegen das Schiff und es droht zu kentern, weil sich alle bis eben darauf verlassen haben, dass einer schon die Führung übernehmen wird. Jemanden zu verlieren, mit dem du felsenfest gerechnet hast, ist wie ein Blitzschlag mitten ins Herz. Es fühlt sich an wie Erwachsenwerden im Schnelldurchlauf, obwohl du noch gar nicht dafür bereit bist. Es ist schwer einen Menschen loszulassen, der so fühlt wie du. Wir alle wollen unsere Seelenverwandten behalten, solange es geht. Mein Dad war jemand, der mich zu 100% verstehen konnte. Oft haben wir dasselbe gefühlt, nur dass er so viel weiser war als ich. Er war meine sichere Bank. Das alles war die wohl größte Herausforderung, die ich bisher gemeistert habe. Und ich bezeichne es bewusst nicht als das Schlimmste, was mir in meinem Leben passiert ist. Denn ob du es mir glaubst, oder nicht: Genau das hat mich bisher wohl am meisten über das Leben gelehrt. Denn es hat die Einzelteile meines Lebens einmal in eine Schüssel geworfen und kräftig durchgemischt. Danach war einiges anders. Durch die Perspektive auf die Dinge ändern sich die Dinge selbst. So manches siehst du zwar im Nebel der Trauer erstmal schwärzer aber in einigem kannst du mit etwas Abstand auch mehr Hoffnung als vorher erblicken. Du kannst das Leben mehr lieben, als jemals zuvor. So paradox es klingen mag. Es ist wahr.

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Und ich blicke in den Tee vor mir und sehe mein eigenes Spiegelbild. Im Moment fällt es ihm manchmal schwer mich anzulächeln. Aber ich weiß: das liegt an dieser Zeit. Die verflixte kalte Jahreszeit. Sie ist einfach nicht mein Ding. Wenn die Tage draußen kürzer werden und die bunten Blätter immer öfters zu Boden fallen, erinnert mich alles an diesen Novembertag vor drei Jahren. Vielleicht liebe ich den Sommer deswegen, weil er so anders ist als der November.

Und dennoch ist auch dies eine Zeit, in der man für vieles dankbar sein kann. Für Seelenfreundschaft zum Beispiel. Denn ich bin so froh, wenn jemand an meine Tür klopft und mich an das Leben da draußen erinnert. Auch mal ohne, dass ich danach gefragt habe. In diesen Zeiten merke ich immer wieder, wie wertvoll wahre Freunde und die eigene Familie sind. Menschen, die mit dir am Boden gelegen haben und dich dort genauso liebten, wie in deinen schillerndsten Zeiten. Sie kennen mich. Sie warten in dieser Zeit nicht darauf, dass ich sie ständig anrufe. Sie wissen, dass ich hier bin. In meiner Stille. Mit mir allein. Und sie strecken immer wieder ihre Hand nach mir aus. Sie kommen vorbei. Sie überraschen mich. Sie nehmen mich ungefragt in den Arm. Sie schenken mir das Wertvollste, was sie haben: Ihre Zeit und ihre Liebe. Diese Menschen sorgen im Sturm für das kleine bisschen Normalität, das du brauchst, um nicht zurückzufallen. Sie erinnern dich an den Weg, den du zurückgelegt hast. Daran, dass du heute schon so viel weiter bist als damals. Dass du stark bist. Sie erinnern dich an das Licht in dir ohne dir dabei auch nur für eine Sekunde deinen Schmerz abzusprechen. Sie haben Geduld und sie erwarten nichts. Wenn es soweit ist sind sie einfach da. Sie sitzen mit dir in der Stille, damit du dort nicht alleine bist. Weil sie wissen, dass jetzt eben diese bestimmte Zeit ist, in der du ein bisschen anders bist. Und sie wissen, dass wieder andere Zeiten kommen, in denen du so unbeschwert bist wie sonst. Dass du dann wieder ständig lachst und nicht so komplizierte Gedanken denkst. Dass du dann nichts lieber tun wirst als mit ihnen unterwegs zu sein. Du weißt von welcher Sorte Menschen ich spreche, oder? Es gibt sie nicht oft. Es ist eine Handvoll Menschen, die dein Inneres für dich tragen, wenn ihm die Puste auf halber Strecke ausgeht. Mein Gott, diese Menschen sind so wertvoll. Sie sind alles für mich. Sie sind meine Helden und ich werde sie ewig dafür lieben, dass sie in dieser Zeit immer wieder etwas so Wichtiges für mich tun. Jahr um Jahr. Diese Menschen, für die du selbst durchs Feuer gehen würdest weil du weißt, dass sie die ersten wären, die dich auf ihre Schultern werfen und dich auf ihrem Rücken durch die Flammen tragen. Meine unbesiegbare Armee von Seelenkämpfern. Ihr seid alles für mich. Ihr seid die besten Menschen.

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Jetzt, wo es drei Jahre her ist, schaffe ich es immer öfter, über meine Gedanken zu schreiben. Und ich hab immernoch so viel in mir, worüber ich sprechen möchte. Weil ich glaube, dass es vielen Menschen da draußen auch mal so geht. Menschlichkeit äußert sich darin, dass wir Spiegelwesen sind.  Wir möchten verstanden werden und deswegen erzähle ich euch von meinem eigenen Weg. In der Hoffnung, dass der ein oder andere sich darin spiegeln kann und sich ebenfalls verstanden fühlt. Aber vor allem gelingt es mir heute überzeugt zu sagen, dass die Liebe wirklich bleibt. Ja, das tut sie. Ob das so ist weiß man ja erst mit genügend Abstand zum Verlust. So viele Menschen haben mir das versichert. Immer und immer wieder. Aber wenn du in der Taubheit der Trauer gefangen bist, fällt es dir schwer das wirklich zu fühlen. Du kannst dir einfach nicht vorstellen, was das bedeutet. Und du fragst dich, ob es stimmt? Drei meiner engsten innerhalb von sieben Monaten gehen zu lassen hat mich jedoch genau das gelehrt: Das Leben ist nicht das, was wir besitzen, was wir anhäufen oder das, was wir uns leisten. Das Leben ist so viel mehr. Das Leben ist die Summe unvergesslicher Momente. Das Leben ist die Liebe, die wir empfangen und verbreiten. Das Leben ist so schön. So unglaublich schön, wenn wir nur unsere Augen in Dankbarkeit öffnen. Denn der Schmerz des Vermissens verwandelt sich in Dankbarkeit und in der Dankbarkeit finden wir die Liebe wieder. Sich Liebe zu wünschen ist verständlich, selbst Liebe zu sein ist weise. Die Liebe ist so unendlich stark und sie überdauert die Trauer bei weitem.

Ich danke Gott in meinem Leben nicht nur für die guten Erfahrungen. Viele meiner wichtigsten Erkenntnisse hab ich auch tatsächlich durch den Schmerz gemacht. Er hat mich darauf aufmerksam gemacht, worauf es mir im Leben wirklich ankommt. Wovon ich mich lösen darf und wonach ich eigentlich suche. Er hat mir einen Hammer vor die Füße geworfen und mir gesagt, dass es an der Zeit ist die Oberfläche zu zerschlagen und zu schauen, was darunter liegt. Für mehr Tiefe. Mehr Seele. Mehr von dem, was ich eigentlich bin.

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Wenn ich also heute hier sitze und darüber schreibe, wie es so ist, durch den Schmerz zu gehen, um zum Licht zu kommen, dann sehe ich einen Weg hinter mir und einen Weg vor mir. Der Weg hinter mir ist gepflastert mit Bildern, die mich an die Liebe in meinem Leben erinnern. Manche von ihnen haben Flecken. Manche strahlen. Manche haben Risse. Doch jedes dieser Bilder hat seinen Platz in meiner Lebensgalerie verdient. Weil sie alle echt sind. Denn am Tage unserer Geburt gleichen wir einem weißen Blatt Papier. Die Geschichte, die wir erleben, wird auf dieses Blatt geschrieben. Seite um Seite. Diese Geschichte kennt kein Radiergummi. Sie ist, wie sie ist. So wie du bist, wie du bist. Ich wünsche mir, dass am Ende meines Lebens daraus ein Buch geworden ist. Mit vielen Autoren, die sich darin verwewigen durften. Ein Buch aus Bildern und Worten. In schwarz-weiß und in Farbe. Ich glaube das ist auch der Grund, wieso ich Menschen mit meinen Bildern an die Liebe erinnern möchte. Weil ich möchte, dass sie eines Tages auch auf ihrem Weg zurücksehen und lächeln können. Dass sie diese Momente für immer abrufen können. Und dass sie lächeln, weil alles gut ist, wie es ist. Egal, wie es grade ist. Und ganz gleich, wie es dazu gekommen ist. Es ist gut so, wie es ist. Dafür drücke ich immer dann auf den Auslöser, wenn ich diese Momente um mich herum sehe. Ich möchte Menschen daran erinnern, dass sie unendlich geliebt sind, indem ich diese Gesten sichtbar mache.

Für mich ist das Festhalten von Momenten kein Beruf sondern eine Lebenseinstellung. Manifeste der Liebe zu schaffen, damit wir uns immer an die Liebe in unserem Leben erinnern können. Auch dann, wenn wir auf dem Lebensweg weiterziehen. Ja, es gehört zum Fluss des Lebens, dass wir weiterziehen. Daran ist nichts verkehrt. Denn das Leben hat noch so viel mit uns vor. Jede Erfahrung ist ein wichtiger Teil des Ganzen. Und dann blicke ich nach vorne und sehe ein Licht über all den Abzweigungen meines eigenen Weges. Ich glaube, dass ich nicht immer die richtigen Entscheidungen treffen werde. Manche der Lebensbilder, die in Zukunft noch entstehen, werden verschwommen und andere wiederum perfekt sein. Manche werden von der Liebe erzählen und manche vom Scheitern. Doch eins weiß ich ganz genau: Sie gehören zu mir. Sie sind das, was ich bin. Sie sind das Manifest eines Menschen, der gelernt hat, dass das Licht nicht nur über den Guten Zeiten schwebt. Und dass es manchmal hinter den Schatten nur Versteck spielt.

Lass das Licht in dein Leben hinein. Aber sitze nicht am Wegesrand und warte, dass es vorbeikommt und seine Strahlen auf dich wirft. Lauf los, mit deiner Armee von Seelenkämpfern und suche es in jeder Weggabelung. Öffne Herz und Augen. Hör niemals auf zu suchen. Schnür deine Schuhe, nimm deinen Rucksack und lauf los. Denn wo auch immer du ankommst, du kannst dir sicher sein, dass das Licht schon dort ist und auf dich wartet. Öffne dein Herz. Geh hinaus und liebe das Leben. Liebe die Menschen und feier die Liebe. Denn jeder, der durch die Tür der Liebe geht wird selbst zur Tür.

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Und dann stehe ich am Abend dieser wundervollen Awardverleihung des BRAUT Magazins letzte Woche auf der Bühne und höre, wie das Knallen der Konfettikanone die Verkündung meines Namens übertönt. Tränen schossen mir in meine Augen. Vor 15 Jahren hat mein Vater die Liebe für Fotografie auf genau der selben Reise durch die USA geweckt, die ich nun nochmal gewonnen habe. Ich reise zurück an diese Orte. Dort hat mein Paps den Grundstein für all das gelegt, was ich heute tun darf. Genau an seinem Todestag erschien die Meldung über meinen Sieg in unserer regionalen Zeitung. Als wüsste das Universum, dass ich ein Zeichen gebraucht habe. Ich fand das unglaublich schön. Und ich sitze hier in meiner Stille und lächle. Denn ich glaube nicht an Zufälle. Ich denke, dass alles seinen Sinn hat. Jedenfalls ist es dem Tod nicht gelungen, uns zu trennen. Im Gegenteil. Er hat mir bewiesen, wie verbunden wir sind. Weil das Leben auf wundersame Weise weitergeht und mir Momente wie diese schenkt. Ich bin unendlich dankbar. Für jeden Schritt auf dem Weg. Und ich werde nicht mehr daran zweifeln, dass du mich nicht begleitest, Papa. Eigentlich weiß ich ja, dass immer bei mir bist. Manchmal verlier ich mich nur im Vermissen. Danke für dieses wertvolle Zeichen. Es ist das, was es ist. Ein Moment der Liebe, der mich an viele andere kleine und große Momente der Liebe in meinem Leben erinnert. Denn was wirklich bleibt sind die Momente, in denen wir geliebt haben. Ob mit Tränen in den Augen oder einem Lachen im Gesicht. Wir haben geliebt. Das ist alles was zählt.

Fühl dich umarmt,

Deine Hannah

 

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  • Veronika Aysche (Mama Sandra Ludwig)

    Liebe Hannah
    Ich möchte dir von Herzen danken für deine lieben und einfühlsamen Worte. Ich kann heute sehr vieles verstehen. Ich hatte dir damals auch berichtet wie schlecht es mir geht und das ich es nicht verstehe. Aber heute geht es mir sehr gut. Ich sehe alles von einer anderen Seite und du hattest so recht mit dem was du mir geschrieben hast. Deine Worte haben mich sehr berührt und ich Stimme dir von ganzem Herzen zu was du geschrieben hast. Es hat mich sehr gefreut das du diesen Preis bekommen hast denn du hast ihn verdient. Wer deine Bilder mit dem Herzen anschaut braucht keine Worte dazu. Ich habe eine sehr gute Therapeutin an meiner Seite gehabt(Sandras Trauzeugin) die mich sehr unterstützt hat und mir auf eine tolle Art und Weise das Leben gezeigt hat wie es ist und das ist so toll. Durch die beiden Sandra und durch Menschen wie dich ist es viel leichter viele Probleme zu lösen oder einfach zu akzeptieren. Ich bin sehr dankbar das ich die Menschen kennen lernen darf wie euch und vor allem das ich solche Worte und Gefühle verstehen und fühlen kann und es wird immer besser und vieles im Leben ist leichter und schöner und ich kann es geniessen und Leben.
    Liebe Hannah ich danke dir nochmals für deine lieben Worte und hoffe das du noch vielen Menschen begegnest die viele liebe in dein Leben bringen.
    Wie du sicherlich weisst werde ich bald Oma und ich freue mich sehr auf dieses kleine Kind weil ich spüre das ich eine liebevolle Verbindung zu diesem kleinen Menschenkind haben werde. Es wird sehr viel Licht und Liebe für alle mitbringen.
    Liebe Hannah ich wünsche dir von Herzen für dich und deine Familie viele schöne Momente und viele tolle Klicks für tolle Bilder
    Alles Liebe weiterhin für dich
    Veronika Aysche (Wagner)ReplyCancel

Die Hochzeit von Chantal und Manu war ein einziges Fest.

Wir durften vor ein paar Jahren bereits die Hochzeit von Chantals großem Bruder Falk und seiner bezaubernden Linda am Chiemsee fotografieren (ihr könnt sie hier nochmal bei Hochzeitswahn ansehen). Und so wurde uns die Ehre zuteil, dass wir auch die Hochzeit von Chantal und Manu in Portugal begleiten durften. So, wie wir die Familie kennen, wussten wir, dass das ein Fest voller Liebe und Glamour wird. Und genau so sollte es kommen. Doch noch einmal zurück… eine Woche vor dieser wundervollen Hochzeit heiratete unser sehr guter Freund Jon Pride seine süße Rahel in Hamburg. Und es kam wie es kommen sollte, wir tanzten wie verrückt (war auch einfach eine mega Party!) und ich trat mit meinem Absatz auf ein Stück Konfetti, rutschte aus und machte ‘nen riesen Ausfallschritt. Zack! Starke Schmerzen in der Wade. Meine Laune verdunkelte sich schlagartig 😀 Von 100% auf 1% Restlaune in 3 Minuten, haha. So schnell kann es gehen. Dann haben Johann  und Sergej tollerweise dafür gesorgt, dass ich noch sicher in unsere Wohnung komme und den nächsten Morgen verbrachte ich in einer Hamburger Notaufnahme. Yay! Muskelfaserriss und zwar nicht zu knapp. So ein Mist. Ich war erstmal total down und dachte sofort an die Hochzeit von Chantal und Manu, auf die ich mich schon so sooooo lange gefreut habe. De facto konnte ich einfach überhaupt nicht ohne Krücken laufen oder geschweige denn auftreten und müsste in 3 Tagen nicht nur fliegen sondern auch fit genug sein, um mein Bestes beim Fotografieren zu geben. Solche Situationen sind einfach blöd. Du kannst nicht wie du willst und das frustriert dich ungemein. Und dann kommt jemand, der dich aus deinem Loch rauszieht und dir seine Hand ausstreckt, wenn du betröppelt dasitzt und dich fragst, wie das alles funktionieren soll. Sergej, der beste, liebenswerteste und lustigste Seelenfreund, den man sich vorstellen kann. Ein Mensch, auf den ich mich immer verlassen kann. Ein Freund, wie es ihn kein zweites Mal gibt.

“Ich komm mit euch, ich muss nur ein paar Anrufe machen und ein paar Dinge regeln und dann bin ich da. Ich lege alles um. Du musst das nicht alleine machen. Mach dir jetzt keine Sorgen. Wenn du nicht mehr kannst, übernehme ich für dich.” … Waaaaas? Ein großes “awwww” kam über meine Lippen und viel mehr konnte ich auch garnicht sagen. “Danke. Das ist so lieb von dir.” Es beruhigte mich. Und das ist es doch, was wahre Freunde für einen tun, oder? Wenn du nicht weißt, wie es weitergehen soll, lassen sie alles stehn und liegen und sind für dich da. Sie geben dir ein Gefühl von Sicherheit, wenn dein Leben Purzelbäume im falschen Moment schlägt.

Und mal ganz zu schweigen davon, dass ich das Glück habe, dass er in so viele Dingen einfach tickt wie ich und wir uns blind verstehen ist er auch einfach ein begnadeter Fotograf und ich wusste, dass ich ihm blind vertraue, wenn ich wirklich ausfallen sollte. Unser Ziel war aber, dass wir das zusammen rocken werden, egal wie viele Schmerzmittel es brauchen würde. Und ich kann nur sagen, es war einfach ein Traum. Mit meinem Johann als liebevollsten und weltbesten Ehemann, Tourguide und Supporter an unserer Seite und der besten Nicole für das Hochzeitsvideo und Orga, hatten wir einfach die beste Zeit. Als der große Tag kam, hatte ich zwar noch ziemliche Schmerzen aber ich war voller Vorfreude. Zum Glück war ich wieder relativ fit und konnte mich einigermaßen gut bewegen und bis zum Schluss alles machen, was ich mir vorgenommen hatte. Ich wollte das unbedingt schaffen und ich wollte irgendwie auch sehen, wie viel ich geben kann.

Manchmal mag ich erschwerte Bedingungen, die ungefragt eintreten, weil sie uns herausfordern aus der Komfortzone zu hüpfen. Wenn wir die Situation nicht ändern können, müssen wir unsere Perspektive auf das ändern, was ist. Und dann merkst du am Ende, dass du zu viel mehr fähig bist, als du dir selbst zugetraut hast. Wenn’s nicht einfach ist, dann hilft es uns, stärker zu werden.

Stellenweise hat sich das gemeinsame Shooten angefühlt wie ein Rausch, der mit Überschall an einem vorbeizieht. Beim Sonnenuntergang und Windstärken, die mir fast die Füße weggepustet haben, konnten wir beide das Strahlen nicht aus unseren Gesichtern wischen. Immer auf der Suche nach dem perfekten Moment sind wir wie zwei Vögel herumgeschwirrt und hatten einfach endlos viel Spaß. Es war herrlich. Emotional. Ich würde fast sagen symbiotisch. Wir fühlen sehr oft die selben Dinge zur selben Zeit. Das hat uns zu besten Freunden werden lassen, die einander wirklich nachvollziehen und verstehen können. Sergej ist ein Herzmensch durch und durch. Loyal, empathisch und immer hilfsbereit. Wir sehen die Welt durch unsere Kameras von zwei unterschiedlichen Seiten und das war wohl das Faszinierende am gemeinsamen Fotografieren in  dieser grandiosen Kulisse. Davon abgesehen, dass es uns auch einfach endlos viel Spaß gemacht hat und wir sofort wieder gemeinsam eine Hochzeit fotografieren würden. Also, liebe Bräute… ihr wisst Bescheid: Sergej macht die tollsten Rockstarbilder von euren Ehemännern, das werdet ihr gleich unten sehen 😉 Wir kommen gern auch im Doppelpack!

Ich hatte Schmerzen, ja.  Aber als wir alle nach 12 Stunden Arbeit im Auto saßen und durch die ruhige portugiesische Nacht nach Hause fuhren, war keiner von uns froh, dass dieser Tag vorbei war. Wir waren gehyped. Glücklich. Erfüllt. Vier Freunde, die durch ein Gefühl verbunden sind. Durch das Glück, hier zu sein. Gemeinsam. Mit Menschen, deren Herzen deine Sprache sprechen.

Eine kleine Sneak Preview auf zwei tolle Wedding Days durch unsere Augen wollen wir euch gerne geben. Das Wochenende begann mit einem All White Pre Wedding Empfang auf der Terrasse des wunderschönen Farol HoiteWir hoffen, dass euch unsere Hannah L feat. Sergej Falk Collabo  gefällt <3.

xoxo.

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Als ich das Vorgespräch per Skype mit Verena und Michael machte, saß Verena lässig mit einem Radler in der Hand in ihrer Wohnung in Wiesbaden und grinste in die Kamera und Michael lächelte sie verliebt an. Ich mochte die beiden direkt. Als wir nach zwei Stunden quatschen das Gespräch beendeten wusste ich, dass dieser Tag wundervoll werden würde. Und das sollte sich bewahrheiten. In der Bonner City feierten die beiden eine wunderschöne Hochzeit im Kreis ihrer Liebsten und wir haben in einer Halbtagsreportage die emotionalsten Momente für sie festgehalten. By the way, wir begleiten unsere Brautpaare am Wochenende ab 6-8 Stunden. Wenn ihr Fragen zu meinen Reportagen habt, schreibt uns einfach hier eine kurze Nachricht.

 

xoxo, Eure HannahVM (200 von 694)VM (214 von 694)VM (152 von 694)Blog_1180

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Home Sessions sind Balsam fürs Herz. Wenn zwei Menschen dir ihre Tür öffnen, hat das fast etwas Symbolisches. Jemanden an den Ort einzuladen, an dem man geschützt ist. Ungeschminkt. Wo man lacht und weint. Das ist wirklich ehrlich und meistens sind es auch die Bilder, die dabei entstehen. Das Vertrauen alleine berührt mich. Diese Session mit Jenny und Patrick war defintiv eine meiner Lieblingssessions dieses Jahr. Und wo wir gerade beim Thema Vertrauen sind… Ich möchte EUCH Danke sagen! Denn ihr seid der Wahnsinn. Seit knapp 1,5 Jahren bin ich nun aktiv unter dem Namen @hannahl_photo auf Instagram zuhause und diese Woche habt ihr mir das Geschenk von 15.000 Followern gemacht. Dafür möchte ich von ganzem Herzen DANKE sagen! Wisst ihr, ich bin kein Fan von Like-Wahnsinn oder Follower-Gier. Mir geht es um die einzelnen Menschen dahinter, die meine Herzensidee mit mir teilen. Niemand braucht unbedingt eine bestimmte Anzahl an Followern. Das ganze so zu sehen, wäre definitiv nicht die richtige Herangehensweise. Ich freue mich über jeden einzelnen von Euch, der an die selben Dinge glaubt wie ich. Der versteht, dass wir in unserer Welt so viel Liebe sehen können, wenn wir die Augen und das Herz dafür öffnen. Weil wir alle Leuchttürme sein können. Für uns selbst und für den Rest der Welt, wenn wir uns bewusst für diesen Weg entscheiden. Dass ich immer offen sage, wofür mein Herz schlägt und wofür ich in meinem Leben einstehen möchte, führt dazu, dass ihr versteht, wer ich bin. Und das ist mir sehr wichtig. Ihr sollt wissen, dass ich sensibel bin. Ich bin herzlich und hilfsbereit. Ich fange viel zu schnell an zu weinen, wenn mich etwas berührt. Ich kann aber auch sehr stur sein wenn ich für etwas kämpfen möchte. Ich glaube wirklich an die Liebe, die unser Herz verwandeln kann. Und diese Liebe fällt nicht vom Himmel herab, nein. Sie ist eine bewusste Entscheidung. Ich habe die hellen und die dunklen Seiten des Lebens kennengelernt und nichts hat mich je mehr getragen als die Liebe, für die ich mein Herz geöffnet habe. Denn Lieben bedeutet Nachsicht üben. Lieben bedeutet mitfühlen. Lieben bedeutet, dich selbst und andere Menschen zu ermutigen. Liebe ist der Weg, wenn du die Hoffnung verlierst. Sie ist, in den Spiegel zu schauen und ohne Vorbehalte “Ich liebe dich. Ich liebe dich wirklich!” zu sagen. Am Ende manifestiert sie sich durch die Art wie wir denken, fühlen und handeln. Liebe ist aktiv. Sie vermehrt sich nicht, indem wir still sitzen und nichts tun. Ruhe ist wichtig. Auch in der Stille finden wir Antworten auf unsere Fragen. Doch dann ist es auch wieder an der Zeit, aktiv zu sein. Denn sie entsteht in Momenten des Miteinanders und des Menschseins. Sie entsteht immer dann, wenn du den Impuls verspürst dich in Negativität verlieren zu wollen und dich stattdessen für Vergebung und Dankbarkeit entscheidest. Die schweste Aufgabe unseres Lebens ist die Entwicklung unseres Selbst, gemeinsam mit anderen Menschen. Dafür brauchen wir einander! Diese Entwicklung ist so viel schwerer, als täglich Sport zu treiben oder kein Fast-Food mehr zu essen. Das ist wirklich harte Arbeit. Trotzdem ist sie die wichtigste und lohnenswerteste Aufgabe überhaupt. Denn alles, wirklich alles, was du dir wünschst, steht und fällt mit deiner Art zu denken. Ich habe niemals mit einer so aktiven, liebenswerten, positiven und inspirierenden Community auf meinen Social Media Seiten gerechnet aber ich bin unendlich dankbar, dass ihr da seid. Jeder von euch ist ein Schatz und ich freue mich, dass wir den Weg gemeinsamen gehen. Vor kurzem habe ich begonnen ein Buch über all das zu schreiben. Ich weiß nicht, wohin mich dieser Weg führt und ob ich dieses Buch jemals beenden oder veröffentlichen werde aber ich wollte euch einfach nur sagen, dass ihr dazu einen großen Teil beigetragen habt. Ihr seid nie negativ, ihr kritisiert mit Herz und gebt so viel wertvolles Feedback. Ihr unterstützt, teilt, kommentiert und schickt die süßesten Nachrichten. Ihr seid einfach eine wundervolle Gruppe von Menschen.

Ich danke euch aus der Tiefe meines Herzens und schick euch all meine Liebe,

Bussi.

Eure Hannah

PS – fast vergessen – EUER Geschenk: Solltet ihr dieses Jahr ein Shooting bei uns buchen, schenken wir euch als Dankeschön 15 zusätzliche Bilddateien im Wert von 100 € im Paket. Egal, wann das Shooting stattfinden soll, der Code bleibt noch bis zum 30.05. gültig. (Bei der Terminanfrage hier einfach “WEareONE” erwähnen).

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