Lebendige Fotografie »

Immer, wenn ich die Senioren-Gruppe der Caritas besuche passiert etwas, das mich zutiefst berührt. Und auch diesmal möchte ich die Geschichte wieder mit euch teilen! Gestern haben die lieben Mitarbeiter der Caritas eine tolle Karnevalsfeier für die Senioren organisiert. Viele der Gäste sind dement, haben Schwierigkeiten im Alltag und brauchen liebevolle Betreuung. Alle Gäste warteten voller Vorfreude auf das Prinzenpaar, das sich angekündigt hatte. Als sie endlich kamen jubelten und klatschten die Senioren, sie vergaßen für ein paar Minuten die Welt um sich herum und blühten alle völlig auf. Herr K. saß beim plötzlichen Einmarsch des Prinzenpaares in seinem Rollstuhl am Tisch – leider noch mit dem Rücken zum Prinzenpaar – er konnte sie nicht sehen. Er war deswegen die ersten Sekunden recht teilnahmslos, obwohl alle anderen klatschten und jubelten. Weil er fast taub ist, konnte er auch nicht hören, dass sie schon hinter ihm sprachen. Das viel aber ganz schnell auf und dann sagte meine Mama einem lieben Mitarbeiter, dass er Herrn K. doch bitte umdrehen soll, damit er das Prinzenpaar sehen kann. Was dann geschah, hat uns allen vor Rührung die Tränen in die Augen schießen lassen. Der recht in sich gekehrte Mann riss seine Augen voller Freude auf, er klatschte in die Hände und war einfach nur glücklich. Er hob seinen Kopf, richtete seine Schultern und strahlte. Er freute sich so sehr, dass ihm fast sein Piratenhut vom Kopf fiel. Gibt es etwas Schöneres? Etwas Wertvolleres als diese Momente, in denen ein Mensch seine Krankheit vergisst und einfach nur das Leben feiert? Momente des puren Glück. Die hat jeder Mensch verdient. Liebevolle Zuwendung und Menschen, die ihn an die Hand nehmen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Caritas machen genau das Richtige. Ob sie wissen, dass sie wahre Engel auf Erden sind? Ich danke Gott dafür, dass er Ihnen die Liebe und die Kraft gibt, so viel für diese lieben Menschen zu tun. Und ich danke ihnen für diesen Moment voller Glück, der mich wieder mal unendlich berührt hat :-).

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Flo liebt Anna – das war das Motto dieser süßen Hochzeit. Es sollte um die beiden gehen und um ihre Liebe, das hat man wirklich gespürt. Die beiden haben eine traditionelle katholische Trauung mit einer lockeren DIY Party danach verbunden. Süße Details, bunte Farben und viel Freude – so habe ich den großen Tag von Anna und Flo in Erinnerung. Ein fröhlicher Tag – sehr emotional und unbeschwert. Als Flo seiner Anna noch während sie sich zurechtmachte ein kleines Päckchen zukommen lies, in dem das Buch “Weißt du eigentlich wie lieb ich dich hab?” versteckt war – kullerten bei Anna die ersten Tränchen. Die nächsten kullerten, als Anna ihrer Trauzeugin eine wunderschöne Uhr als Dankeschön für ihre tiefe Freundschaft schenkte. Annas Mama hatte eine Zettel an Annas Hochzeitskleid gehangen “Ich wünsche mir für dich, dass heute der schönste Tag deines Lebens wird. Deine Mama.”  Hach… Schöööön! Solche Gesten sind doch immerwieder herzallerliebst. Obwohl Annas Mama nicht ganz verstehen konnte, wieso wir Annas Details unbedingt auf dem Dachboden fotografieren wollten. Keine Ahnung… war irgendwie einfach cool da oben 😀 Vor allem weil das alte Haus Annas Mama gehört und es so viel zu entdecken gab. Nach der traditionellen katholischen Trauung gratulierten alle Gäste, auch Annas Oma. Dieser Moment hat mich damals schon zu Tränen gerührt. Wie sie die Stirn aneinanderlegten und beide wussten, dass sie einfach glücklich sind in diesem Moment, das hat mich sehr berührt. Viel Spaß beim Durchstöbern 🙂 …

fa-999Begleitet habe ich diese Hochzeit mit Johnny Smith, unserem Second Shooter.

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… Liebe, Dankbarkeit und Hoffnung.

Ihr Lieben, ich möchte euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest wünschen. Ich hoffe, dass ihr es gesund und im Kreise eurer Lieben verbringen könnt. Dass ihr einfach eine schöne Zeit habt, die euch zur Ruhe kommen lässt und euch Frieden schenkt. Für uns wird es dieses Jahr ein „anderes“ Weihnachten. Es wird für uns das erste Weihnachten ohne unsere Papas und ohne meine Oma sein. Ich muss sagen, dass es ein komisches Gefühl ist. Es ist einfach seltsam, dass die Plätze leer bleiben, die sonst immer mit so viel Leben gefüllt waren. Ich glaube das kann jeder Mensch nachvollziehen, der einen geliebten Menschen verloren hat. Gerade deswegen, weil ihre Liebe noch so sehr zu spüren ist. Wir haben für alle drei eine Weihnachtskugel an unserem Baum aufgehangen, so sind sie doch auf ihre Weise mit dabei. Ich würde euch auch gerne einen durchweg positiven Jahresrückblick geben aber so einfach ist es diesmal leider nicht und ich möchte auch ehrlich sein und euch von Herzen schreiben.Weil es sicher dem ein oder anderen ähnlich geht.

Manchmal weiß man erst dann, wie gesegnet man ist wenn einem das fehlt, was früher selbstverständlich war. Dass wir hier sein können, dass wir gesund sind, dass wir unsere Familie und unsere Freunde um uns herum haben konnen: All das ist nicht selbstverständlich. Ich möchte auch keine negative Stimmung verbreiten, im Gegenteil. Ich möchte einfach sagen, dass wir für jeden Tag dankbar sein sollten. Dass wir es feiern müssen, Freunde zu haben. Dass wir unserer Familie lieber heute und nicht erst morgen sagen und zeigen, dass wir sie lieb haben. Dass wir verzeihen können und die Hoffnung nie verlieren dürfen. Ich schließe mich davon nicht aus, dass zu vieles selbstverständlich wird, wenn wir vergessen, einfach dankbar zu sein. Daran versuche ich mich immer zu erinnern.

Es gibt sie, diese Zeiten im Leben, in denen sich der Boden auf dem du stehst plötzlich in Treibsand verwandelt und dein Herz schwer wird wie Blei. Gestern war das Leben noch ohne Sorgen, heute kannst du dich an dieses Gefühl kaum noch erinnern. Das einzige, was dich in einer solchen Situation retten kann ist das Leben selbst. Die Liebe. Die Erinnerungen an Geschichten, die dich lächeln lassen. Zusammenhalt und echte Freunde. Menschen, die dich an die Hand nehmen und dir Hoffnung geben. Am Ende kannst du nicht immer gewinnen aber die Chance dazu macht das Kämpfen unverzichtbar und der Kampf für das Leben alleine zeigt, wie viel Liebe du zu geben hast. Dann hast du schon gewonnen. Leider haben Johann und ich unsere Papas dieses Jahr so plötzlich verloren, dass wir uns nicht verabschieden konnten.Wir konnten die wichtigen „letzten Worte“ nicht mehr sagen. Es hat uns mitten im Leben getroffen. In diesem Moment wirst du wieder zu einem unsicheren Kind, das die Welt nicht mehr versteht. Das alles unfair findet. Das wütend ist. Und das ist auch ok. Bis du an den Punkt kommst an dem die Dankbarkeit einsetzt. An dem du merkst, dass dir das Leben zwar auf den ersten Blick so viel genommen hat aber dass es dir genau so viel geschenkt hat. Und darum geht es für mich an Weihnachten. Ich bin dankbar dafür, dass ich 25 Jahre einen wunderbaren Papa auf dieser Erde hatte. Das ist eine lange Zeit und ich umschließe jede Erinnerung wie einen kostbaren Schatz. Ein Geschenk. Diese Erinnerungen sind abrufbare Liebe. Sie wärmen mich und geben mir die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern nur ein Zwischenfall. Der uns mit Gottes Hilfe große Flügel wachsen lässt, wo vorher nur kleine waren. Und mit jedem Flügelschlag wird eine Erinnerung in den Himmel getragen, die dort für immer einen Platz findet. Ich glaube ganz fest daran, dass wir uns eines Tages alle wiedersehen. Dass die Menschen, die uns vorausgegangen sind, um uns herum sind und uns auf all unseren Wegen begleiten. Sie sind unsere Schutzengel.

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Ich erinnere mich an meinen Papa, der sich der Sorgen anderer immer ruhig und besonnen annahm. An den lustigen Menschen, den Lyriker, Denker und Gitarrespieler mit der Sanftmütigkeit eines in sich ruhenden Bären. Er war gerne der Mensch, der andere zum Lachen brachte und dabei nie die Pointe versaute. Er war die Sorte Mensch, die dich schweigend in den Arm nimmt und dir Ruhe und Zuversicht schenkt. Er ist mein Fels und wird es immer bleiben. Er ist ein Vorbild für mich und es ist unendlich wertvoll, dass er da war. Papa, ich liebe dich. Ich erinnere mich an Waldemar, meinen Schwiegerpapa. Manchmal ist es, als würde er jede Sekunde wieder auf unseren Hof laufen und seinen Schaschlikgrill für uns anschmeißen. In unseren Herzen tut er das. Dort lächelt er uns breit ins Gesicht und sagt uns wie immer: „Kinder, es ist alles wunderbar. Macht euch doch keine Sorgen!“. Er lachte aus ganzer Seele, weil er es liebte, unser Clown zu sein. Das war sein Element. Ein Clown lächelt auch dann, wenn sein Herz schwer ist. Danke Waldemar, für all die lustigen Stunden mit dir. Und ich erinnere mich an meine Oma, wie sie jedes Jahr aufs neue für jedes Enkelkind eine eigene Sorte Plätzchen gebacken hat. Wie sie vor der Bescherung Gedichte aufsagte, die so lang waren, dass sich alles ein bisschen nach hinten verschob. Ich erinnere mich an ihre roten Bäckchen und ihre eisblauen Augen, die voller Dankbarkeit und Bescheidenheit über jedes Geschenk strahlten. Oma, ich hab dich lieb und ich danke dir für die Stärke, die du dein ganzes Leben lang hattest! Sie sind da. Wenn wir die Augen schließen und in Stille an sie denken. Wenn wir über sie sprechen und über ihre Witze lachen. Papa, Oma und Waldemar: Ihr seid niemals vergessen und in unseren Herzen lebt ihr ewig weiter.

Ich bin dankbar, dass diese drei Menschen mich prägen konnten. Dass ich von ihnen lernen durfte und dass sie mir ihre Liebe geschenkt haben. Ich weiß, dass sie im Himmel ihren Frieden gefunden haben und dass sie uns jeden Tag den Weg erleuchten. Sie sind immer da und umgeben uns ständig. Sie fehlen uns trotzdem sehr. Und doch haben sie uns dazu gebracht, das Leben noch mehr schätzen zu lernen. Dass vieles, was früher groß erschien plötzlich klein ist und wir wissen, dass es immer irgendwie weiter geht. Dass du Dinge überstehen kannst, die du nicht einmal für möglich gehalten hast. Ich bin dankbar für meine Mama, meinen Bruder, für Johann. Für meine ganze Familie und für meine Freunde. Für meinen Beruf, den ich sehr liebe. Für die Gesundheit, die ich habe. Ich denke, dass wir alle das nie vergessen dürfen. Dass es wichtig ist, dass jeder Moment einzigartig ist. Dass das Leben mit Liebe gefüllt werden möchte indem du dir selbst und anderen mit Liebe begegnest. Denn der Glauben daran, dass die Liebe niemals aufhört und die Grundlage von allem Guten ist, lässt dich Erinnerungen für dich und andere Menschen schaffen, die dein Leben nachhaltig bereichern. An die du immer denken kannst und die dich wieder aufstehen lassen, wenn du hingefallen bist. Wenn du heute einen wunderbaren Moment erlebst, dann denke daran und öffne dein Herz. Weil es sich gut anfühlt und Segen bringt.

Dass das Leben vergänglich ist, ist nicht das eigentliche Problem. Denn die Liebe legst du nicht mit ins Grab. Die Liebe überdauert all das. Es sagt dir nur, dass du HEUTE Liebe geben sollst – in der Hoffnung, dass du morgen damit weitermachen kannst. Und darum geht es für mich an Weihnachten. Dass wir einander haben ist das größte Geschenk und wir sollten immer auch an die denken, die es nicht so gut haben. Wir sollten immer versuchen, etwas Gutes zu tun und denen, die Sorgen haben, geduldig unsere Zeit schenken. Wir sollten sensibel sein für die Not auf dieser Welt und alles tun, damit es mehr Frieden auf dieser Erde gibt. Wir sollten jeden Tag voller Dankbarkeit feiern! Das gibt mir Kraft und lässt mich die Hoffnung nicht verlieren. Auch in schweren Zeiten. Oder gerade dann! Liebe und Dankbarkeit tragen uns durch die tiefsten Täler und schenken uns die größten Momente. Sie sind die Basis. Heute und für immer.

Dieser Text ist sehr lang und sehr persönlich geworden. Kürzer ging es leider nicht und ich freue mich über jeden, der ihn bis zum Ende liest.

Mit viel Liebe! Genießt die Zeit bei euren Liebsten von ganzem Herzen! Das werde ich jetzt auch tun 🙂

Eure Hannah

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  • Vanessa

    DANKE! Danke fürs Teilen. Das sind so wundervolle Worte und ich hab diesen “langen” Text jetzt schon zwei Mal gelesen, beides Mal unter Tränen, weil du einfach genau wiedergibst, was ich in mir fühle.
    Ich wünsche euch schöne Weihnachtstage!
    Mit ganz viel Liebe,
    VanessaReplyCancel

    • admin

      ❤️❤️❤️ gern geschehen Liebes!ReplyCancel

  • Liebe Hannah, deine wundervollen Bilder haben dazu geführt, dass ich bisher deinen Texten wenig Beachtung schenkte. Heute ist mir dieser Bericht ins Auge gesprungen, ich liege krank auf dem Sofa und habe inzwischen Gänsehaut am ganzen Körper, die aber definitiv nicht vom Kranksein kommt. Du hast so unglaublich viele Talente, ich glaube, es ist einer der schönsten Texte, die ich bisher lesen durfte und ich lese viel. Würde dein Fokus nicht auf deinen Fotografien liegen, ganz sicher könntest du mit deinen Worten eine erfolgreiche Bloggerin oder Autorin werden. Dein Papa muss unglaublich stolz auf dich gewesen sein und ist es von da oben immer noch. Schön, dich am Samstag kurz kennen gelernt zu haben,. Wir freuen uns sehr auf die Bilder. Hab eine schöne Woche. SinaReplyCancel

    • admin

      awwww…. habe den Kommentar erst jetzt entdeckt. Danke meine Liebe. Du bist so ein warmherziger Mensch. Fühl dich ganz lieb gedrückt <3ReplyCancel

Ich finde es ist einfach schön, wenn man Kinder zu Hause fotografiert. Wenn sie ganz selbstverständlich herumrennen, ihre Spielzeuge greifen oder die Bildergalerie von Mama und Papa von der Fensterbank räumen 😀 … So wie diese kleine Maus hier. Am coolsten war allerdings ihre pinke Windelhose! So ein kleiner Sonnenschein. Habe ihre Eltern schon fotografiert, als sie noch im Bauch ihrer Mama geschlummert hat und war unheimlich froh, sie jetzt nach einem Jahr endlich kennenzulernen. Ich finde es einfach schön, die Kids dort zu fotografieren, wo sie leben und wo sie sich wohl fühlen. Ich kann mich selbst noch an die alten Kinderfotos erinnern, die mein Papa von uns gemacht hat: Ungestellt und in der Wohnung beim Spielen. Nach dem Geschmack meines Papas meist auf Schwarz-Weiß-Film, sodass wir heute auf diesen Bildern nicht nur uns sehen können, sondern auch die Umgebung in der wir gelebt haben. Wie alles so herrlich anders aussah. Und dann kommt dir der Gedanken “Mann, vor 25 Jahren sah doch alles echt ganzschön anders aus!” Ich mag das. Es gehört zum Leben dazu. Unsterile Bilder, wo nicht immer alles perfekt sitzen und nicht alles zurechtgezuppelt werden muss. Da darf auch die pinke Windelhose mal rausschauen – das macht es doch auch echt und authentisch, oder? Das sind die kleinen Anekdoten, die man später erzählt bekommt. Das sind Kinderaufnahmen, wie ich sie mag. Weil Kinder so sind. Ein Kind merkt nicht, dass das Kleid an der Seite eine Falte schlägt, es sieht das Schaukelpferd und will einfach nur so schnell wie möglich dort rauf krabbeln. Weil Kinder ganz natürlich die Welt entdecken, wenn man sie lässt. Vielleicht habt ihr auch Lust auf eine solche Familienreportage? Im Moment vergeben wir viele Gutscheine zu Weihnachten und vereinbaren Termine für Februar/März.

Für alle Gutscheine & Buchungen gibt’s deswegen bis zum 22.12.2014 ein kleines Special

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